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USS Nebraska (Kritik)


Rezension von Frank Drehmel

Autor: Dorison, Xavier; Bec, Christophe; Reyes, Homer


Aus der Reihe "Heiligtum"

Wir schreiben das Jahr 2029: das politische Klima zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Syrien ist so vergiftet, dass ein Krieg kurz bevorzustehen scheint. In dieser explosiven Situation entsendet die US Navy das modernste ihrer Unterseeboote, die "USS Nebraska", auf eine Überwachungsmission ins Mittelmeer. Die Stimmung an Bord ist gelöst, statt militärischer Disziplin herrschen eher Pragmatismus und gesunder Menschenverstand. Doch was als einfache Routinemission anfängt, wird bald zu einer Reise ins Grauen.
Es beginnt mit einem unbekannten, schwachen Funksignal, welches man an Bord des U-Bootesfür eine Notrufboje hält und das aus dem Monroegraben kommt, allerdings aus einer Meerestiefe, in der sich – außer der USS Nebraska - kein weiteres Schiff aufhalten können dürfte. Doch das ist nicht die einzige Merkwürdigkeit: der Weg zum Signal ist von unerklärlichen Kursabweichungen begleitet; es scheint, als wolle jemand oder etwas nicht, dass die Amerikaner ihr Ziel erreichen.
Dennoch gelangt man schließlich zur Quelle des Signals und findet, gestrandet vor einem riesigen unterseeischen Tempel, ein russisches U-Boot aus den 50´er-Jahren des letzten Jahrhunderts, ein Boot, das in keiner CIA-Datei und in keiner russischen Quelle gelistet ist und das – so ergibt die erste Untersuchung eines Außenteams – technisch extrem modifiziert wurde. Zugleich findet man an Bord zahlreiche Leichen, von denen einige an Betten geschnallt sind, andere sich gegenseitig getötet zu haben scheinen. Außerdem erbeutet das Team ein altes Foto, auf dem ein heidnischer Götze abgebildet ist, sowie die Fotografie einer Hieroglyphentafel, die selbst die ultraschnelle Dechiffrierungssoftware der Supercomputer an Bord nicht entschlüsseln kann.
Kurz darauf beginnt der Tod in stählernen Rumpf der USS Nebraska Einzug zu halten: Mannschaftsmitglieder beginnen zu morden, andere werden von Krankheiten niedergestreckt, die es nicht geben dürfte, und dann verschwindet ein weiteres Außenteam spurlos im Tempel.


Wer glaubt, eine ähnliche Geschichte schon gehört, gelesen oder gesehen zu haben, der liegt sicherlich nicht falsch. Autor Xavier Dorison bedient sich nicht nur mit beiden Händen aus dem reichhaltigen Ideen-Fundes geläufiger Mystery-, Horror- und Survival-Thriller, sondern folgt auch in der Dramaturgie hinlänglich bekannten und bewährten Mustern, indem er bspw. den wichtigsten Protagonisten einen sozialen Hintergrund verleiht. Nichtsdestotrotz ist die von menschlich glaubwürdigen Figuren getragene Geschichte trotz einiger Plausibilitäts-Fragezeichen spannend und faszinierend "creepy". Dieses liegt nicht zuletzt an Christophe Becs stimmigen und – überraschenderweise – atmosphärisch fesselnden Bildern. In anderen Comics tendiert Becs hochrealistisches Artwork zwar oftmals in Richtung visueller Langweiligkeit, diesmal jedoch entwickelt sein nüchterner Stil ein geradezu klaustrophobische Intensität, schafft selbst in der beschreibenden Distanz zu den Figuren Nähe.

Fazit: Ein rundum stimmiger, hochspannender, exzellent visualisierter Mystery-Horror-Thriller, der den zweiten Teil zu einem Muss macht.


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

Aufmachung:

Bild:

Links:

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Produkte (Dorison, Xavier):
Band 3: El Santero
Band 1: Ante Genesem

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Infos:

Serie:

Heiligtum

Autor:

Dorison, Xavier

Co-Autor:

Bec, Christophe; Reyes, Homer

Verlag:

Splitter

Erschienen:

01.05.2010

Kritiker:

Frank Drehmel

Sprache:

Deutsch

ISBN oder
ProduktID:

978-3868691481

Seiten:

64

Preis:

13,80 €

Typ:

Hardcover (Comic)

 

Lesung:

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