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Das Thema Liebe ist in vielen Mangas ein wichtiger Bestandteil. Besonders die weiblichen Leser mögen es sich in romantischen Geschichten zu verlieren, unabhängig davon, ob sie gleichgeschlechtlicher Natur sind oder nicht. Viele davon sind durch ihre direkte Art für Erwachsene geeignet und teilweise auch durch den Inhalt nichts für Kinder. „Liebe und andere Lügengeschichten“ gehört ebenfalls zu dieser Sparte.
Ogasawara hat keinen Job und trotzdem viel Geld. Das kommt daher, weil er als Prostituierter arbeitet und sich älteren Frauen anbietet. Während des Geschlechtsakts schließt er seine Augen und stellt sich vor, dass er eigentlich mit einem jungen Mädchen, das er am Tag zuvor in der Stadt oder in einer Bar getroffen hat. Doch plötzlich öffnet er seine Augen. Ein großer Fehler, wie er bemerken muss, denn ihm kommt alles hoch und er muss sich auf der Toilette übergeben. Er kann nicht mehr aufhören an die Bilder zu denken, schafft es nicht sein Ekelgefühl beim Duschen fortzuschaffen und doch weiß er, dass er es wieder machen wird, denn das Geld ist sehr verlockend. Ähnlich ergeht es einem jungen Mädchen, dass ihr Geld auf die selbe Art und Weise verdient. Sie möchte ebenfalls nicht auf den Luxus verzichten und freut sich über ihre Kleidung und die Tatsache, dass sie eine Badewanne in der Wohnung hat und nicht nur eine Duschkabine. Nach einem Gespräch mit ihrer Freundin beginnt sie jedoch über Liebe und Zärtlichkeit nachzudenken und hört damit auch nicht auf, als sie bei ihrem nächstes Freier ist. An diesem Tag ist etwas anders, denn während der alte Mann schläft nimmt sie das Geld von ihm und verspricht sich nie mehr zu prostituieren.
Solche und ähnliche Geschichten gibt es zu Hauf in diesem Manga. Sie haben alle einen ähnlichen Inhalt und vermitteln die selbe Botschaft: Liebe gibt es nicht, alles ist eine Lüge. Ob das eher dazu anregen soll die Lüge darin zu erkennen oder ob die Mangaka tatsächlich zu glauben machen will, dass Liebe doch nur eine Fassade ist, mag man nicht beurteilen. Leider fehlt dabei der Aspekt Gefühl gänzlich, denn die meisten Storys sind lustlos gestaltet, vermitteln kaum eine Regung von Gefühl, die auch nur annähernd etwas mit Liebe zu tun hat. Um Sex dreht sich dabei alles, aber es ist mehr abstoßend als erotisch und auch von den Zeichnungen her bekommt man bis auf eine nackte Brust nichts zu sehen. Zudem sind die Bilder so schlicht und frei von jeglichen Details, dass man schon nach spätestens zwei Geschichten nicht mehr weiter lesen möchte. Einen kleinen Einblick auf das, was den Leser im Inneren erwartet, bekommt man schon auf dem Deckblatt, detaillierter sind die Bilder nicht.
Wer auf eiskalte Liebe ohne Gefühl mit käuflichem Sex und keinen Details steht, der mag mit dem Manga etwas anfangen können. Wer allerdings auch etwas Niveau in seinem Regal stehen haben möchte, der sollte von diesem Werk die Finger lassen.
Gesamt:
Anspruch:
Spannung:
Erotik:
Gefuehl:
Bild:
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Produkte (Nananan, Kiriko):Blue
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Autor:
Nananan, Kiriko
Verlag:
Schreiber & Leser
Erschienen:
01.09.2008
Kritiker:
Joanna
Sprache:
Deutsch
ISBN oderProduktID:
978-3937102955
Seiten:
212
Preis:
14,95 €
Typ:
Manga
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