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Der erste Band der Tarean- Reihe konnte bereits bei seinem Erscheinen voll und ganz überzeugen. Die Geschichte des Jungen, der sich zu einem Helden mausert hat Kultpotential und nun liegt endlich der zweite Band vor, in dem man erfährt wie es ihm und seinen Freunden weiterhin ergeht.
Tarean hat sich nach dem Sieg über den Hexenmeister Calvas zu den Vogelmenschen in den Wolkenbergen zurückgezogen, wo er über sich und sein Leben nachdenkt. Er ist nicht länger der unbedarfte Junge, der gegen die Dämonen seiner Herkunft kämpft, sondern ein Held, dessen Name überall bekannt ist. Er kann nicht mehr nach hause zurück, nachdem Wilfert tot ist und er die Schlacht überlebt hat, zu sehr hat er sich gewandelt. Sein Weg ist ihm jedoch nicht klar, er weiß nicht, was er nun tun soll. Zudem musste Auril zu ihrem Vater zurückkehren, der gegen eine Verbindung seiner Tochter mit Tarean ist, obwohl sich die beiden lieben. Eines Abends geht es Moosbeere nicht gut, sie pulsiert von Magie der alten Macht und wächst schließlich wieder zu jener schönen und vor allem großen Frau heran, der Tarean schon einmal begegnet ist. Nachdem alles wieder normal ist, erkennt sie Gedanken in ihr, die nicht von ihr selbst stammen und die sie direkt nach At Arthanoc rufen, wo die letzte Schlacht stattgefunden hat. Tarean entschließt sich aufzubrechen, gemeinsam mit seiner kleinen Freundin dem Ruf zu folgen und herauszufinden, was er zu bedeuten hat. Dort angekommen stoßen die Beiden auf einen Kristalldrachen, der von Calvas als Machtquelle genutzt wurde und dort gefangen ist. Der Drache berichtet Tarean, das ihre Schwestern und Kinder ebenfalls aus der Welt verbannt wurden und Hilfe benötigen, sodass Tarean sie aus den Dunkelreichen befreien soll. Noch bevor dieser sich dazu bereit erklären kann, stoßen Iegi und dessen Nistschwester Raisil zu ihnen, wobei das Vogelmädchen jedoch vollkommen ungeschützt ist und Calvas Geist zum Opfer fällt, der sich ihres Körpers bemächtigt. Hilflos müssen die Freunde mit ansehen, wie der böse Zauberer gemeinsam mit Raisil verschwindet. Nun stellt sich ihnen eine zweite Aufgabe, die damit zu tun hat Calvas aufzuhalten und endgültig zu vernichten. Damit dies gelingen kann, bekommt Tarean den Kristall der Drachin, was diese mit der Zeit sterben lässt, sodass ihm eine Frist gesetzt ist, um seine Aufgabe zu erfüllen. Währenddessen möchte Auril nicht mehr warten, sondern macht sich gemeinsam mit ihrem Freund dem Werbären auf den Weg zu Tarean und den Vogelmenschen. Da sie es irgendwann nicht mehr aushält, trinkt Auril das albische Wasser des Sehens, das ihrer Elfenseele die Zukunft zeigt, ihr, da sie jedoch ungeübt ist, auch große Qualen bereitet, von denen sie manches Mal nicht überzeugt ist, sie tragen zu können.
In diesem Buch geschieht sehr viel, die Freunde geraten von einem Abenteuer in das nächste, müssen viele Gefahren überstehen, aus verzwickten Situationen entkommen, finden neue Freunde, aber auch Feinde und haben einige zwischenmenschliche Beziehungen zu klären. Somit kommen die Charaktere kaum zur Ruhe, können auch vieles nicht bereden, beziehungsweise müssen vieles übergehen und immer wieder nach hinten schieben. Für meinen Geschmack geschieht gerade zu Beginn des Buches zu viel, sodass man ab und an geneigt ist die eine oder andere Seite zu überblättern, da es doch nur wieder ein Kampf ist und man eigentlich wissen möchte, wie die eigentliche Geschichte weiter geht. Bis die nämlich endlich richtig beginnen kann, nachdem die Gefährten nach der Hälfte des Buches endlich wieder vereint sind, vergeht einige Zeit. Das Abenteuer, in das sie dabei geraten ist wieder spannend und mitreißend, sodass man nicht nur die sehr vielfältige Welt kennen lernt, sondern auch verschiedene Fantasywesen und die Grenzen der Freunde. Eigentlich ist es aber das Ende, das deprimiert. Wieder einmal gibt es auf den letzten Drücker viele Tote zu beklagen, wie bereits im ersten Band, doch diesmal ist es schlimmer, da man sich von vielen liebgewonnenen Gefährten verabschieden muss. Natürlich kann man sagen, das es im nächsten Band besser werden wird, oder so manches wird sich aufklären, sich vielleicht wieder zum Guten wandeln, aber letztendlich ist man traurig, müde und deprimiert. Der Stil ist wie schon beim ersten Band sehr gut, die Aufmachung des Buches und der Aufbau der Charaktere überzeugend, wenn auch die seltsam weiche Auril in diesem Band etwas gewöhnungsbedürftig ist. Insgesamt entwickeln sich alle Gefährten weiter, werden erwachsener und stärker durch ihre Entscheidungen und Erlebnisse, was echt und sympathisch wirkt. Am Ende bleibt man etwas hoffnungslos zurück, kann sich nicht freuen und im Grunde ist selbst der nahende dritte Band kein Hoffnungsschimmer, außer der Autor lässt ein Wunder geschehen, von denen es ja aber immer wieder welche geben soll.
Alles in allem liegt hier ein recht guter zweiter Band vor, der jedoch nicht ganz so frisch und abenteuerlich wirkt wie der erste. Die Geschichte wird hier ebenso wie die zwischenmenschlichen Beziehungen weiter geführt und ausgearbeitet. Das Ende dagegen ist emotional und deprimierend und man kann nur hoffen, dass es im dritten Band zu einer Art Auflösung kommt und sich die Situation bessert. Für Tarean Fans ist dieses Buch auf jeden Fall zu empfehlen, auch wenn man einige Abstriche machen muss.
Gesamt:
Anspruch:
Spannung:
Brutalität:
Aufmachung:
Gefuehl:
Humor:
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Produkte (Perplies, Bernd):Band 1: Sohn des Flu...ersDas schleichende Grauen
Verlag:Egmont LYX
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Serie:
Tarean
Autor:
Perplies, Bernd
Verlag:
Egmont LYX
Erschienen:
01.04.2009
Kritiker:
Julia
Sprache:
Deutsch
ISBN oderProduktID:
9783802581847
Seiten:
512
Preis:
12,95 €
Typ:
Taschenbuch
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