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Herbst Läuterung (Kritik)


Rezension von Jens Fleischhauer

Autor: Moody, David

David Moody hat mit „Herbst Beginn“ und „Herbst Stadt“ zwei sehr spannende Bücher seiner Endzeitserie geschrieben gehabt. Mit „Herbst Läuterung“ wird nun an diese beiden Bände angeknüpft. Die Geschichte ist recht einfach. Eines morgens stirbt der größte Teil der Menschheit, es scheint eine Seuche zu sein, die dafür verantwortlich ist. Ist der Verlust aller Menschen die sie kannten, für die Überlebenden nicht schon traumatisch genug, passiert dann auch noch das Unvorstellbare. Die Leichen, die überall herumliegen, stehen plötzlich wieder auf. Sie sind physisch weiterhin tot, aber sie bewegen sich. Nach und nach fangen sie an auf äußere Reize zu reagieren und folgen den Überlebenden.
Die Überlebenden, die sich zusammengefunden haben, viele sind es nicht, verstecken sich vor den Leichen. Doch werden diese aggressiver und stellen eine Gefahr für das weitere Überleben dar. Band 2 der Serie endet damit, dass sie Überlebenden auf einen militärischen Stützpunkt stoßen, der versteckt lag und von einigen Soldaten gehalten wird.

In der Sicherheit des Stützpunkts leben die Überlebenden nun schon einige Wochen. Die Soldaten selbst sind nicht immun gegen die Seuche und können nur mit Schutzanzügen hinaus. Dies müssen sie auch dringend, denn die Unzahl an Leichen, die zum Stützpunkt drängt, verstopft alle Luftschächte. Schnell ist es aber mit der vermeintlichen Sicherheit vorbei. Bei einem Ausfall schafft es das Militär die Lage nicht einzuschätzen. Den Überlebenden wird kein Gehör geschenkt und so schaffen es die Leichen in den Stützpunkt einzudringen. Es bleibt nur eines übrig und zwar zu fliehen. Die Überlebenden trennen sich von der Militäranlage und werden wieder zu Nomaden, die von einer ungeheuren Horde Untoter verfolgt wird.
Zwei Entdeckungen verändern das weitere Leben der verängstigten Menschen. Sie sehen einen Hubschrauber und können mit dem Piloten in Kontakt kommen. Dieser gehört zu einer anderen Gruppe Überlebender, die ein Ziel hat und zwar ein neues Leben zu beginnen, auf einer Insel. Dort sei man sicher, wenn man sie von den Leichen befreit hat. Es klingt gut und man beschließt gemeinsam sich diese Ziel zu nähern. Da kommt die zweite Entdeckung ins Spiel, die die Flucht auf die Insel dringender macht. Denn wieder verändern sich die Zombies. Sie scheinen klüger zu werden, eine gewisse Intelligenz und taktisches Verhalten zu entwickeln. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht, steigt.
So schön ein Leben in Sicherheit für die Überlebenden klingt, auf manches sind sie nicht vorbereitet. Plötzlich werden sie wieder mit einem Alltag konfrontiert und realisieren erst vollkommen, was ihnen die Seuche alles genommen hat. Neben der Gefahr der Zombies, kommt nun das Problem der Aufarbeitung des Geschehen hinzu, viele werden davon überfordert und die erhoffte friedliche Zeit scheint doch nicht so greifbar zu sein wie gedacht.

Im dritten Band der Herbst-Serie gibt Moody der Geschichte eine ganz neue Wendung. Stärker treten die psychologischen Folgen des Geschehenen hervor, die Zombies beginnen sich langsam als Gefahr aufzulösen. Das bedeutet nicht, dass sie den Überlebenden nicht zu einer tödlichen Gefahr werden. In einiges dramatischen Szenen untermauert Moody die von ihnen ausgehende Gefahr und ihre Weiterentwicklung nicht nur drastisch, sondern auch deutlich.
Der vorliegende Band stellt eine hervorragende Fortsetzung der Reihe dar, die an die ersten beiden Bände sehr gut anknüpft. Es empfiehlt sich diese gelesen zu haben, man kommt dann sehr schnell wieder mitten in das Geschehen rein. Mit langen Vorerzählungen hält sich Moody auch gar nicht erst auf, sondern lässt nach wenigen Seiten die Action direkt richtig beginnen. Ein rasanter Einstieg, der dann von einer sehr spannenden Erzählung gefolgt wird, die bis zur letzten Seite spannend und unvorhersehbar bleibt.
Die Wendungen sind dramatisch, doch steht nicht nur der Überlebenskampf mit den Zombies im Fokus der Erzählung, sondern auch die Entwicklung von Charakteren und die Auswirkungen der Seuche auf sie. Dabei schildert Moody verschiedenste Personen in unterschiedlichsten Situationen und schafft es dadurch die Szenerie eindringlicher wirken zu lassen. Von der Umsetzung und der Idee her ein sehr gelungenes Buch. Alle drei Bände der Reihe sind gleich spannend und auf höchsten Niveau geschrieben. Den vierten Teil kann man nur mit größter Spannung erwarten. Meiner Meinung nach, eine der besten literarischen Serien die ich kenne!


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

Aufmachung:

Gefuehl:

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Produkte (Moody, David):
Herbst Beginn
Herbst Stadt
Herbst Zerfall

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Infos:

Autor:

Moody, David

Verlag:

Otherworld

Erschienen:

01.03.2009

Kritiker:

Jens Fleischhauer

Sprache:

Deutsch

ISBN oder
ProduktID:

9783902607157

Seiten:

370

Preis:

9,95 €

Typ:

Taschenbuch

 

Moody, David

David Moody wurde 1970 in Birmingham, Großbritannien geboren. Als Schriftsteller, vornehmlich Horrorliteratur, hat er "Autumn" (dt. Herbst Beginn) zunächst als Download im Internet zur Verfügung gestellt, bevor das Buch später von einem Verlag publiziert wurde. Mittlerweise gibt es auch einige deutsche Übersetzungen seiner Bücher [mehr]




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