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Band 4: Blutpakt (Kritik)


Rezension von Arielen

Autor: Huff, Tanya


Aus der Reihe "Blood Ties"

Hier in Deutschland kennt man Tanya Huff überwiegend durch ihre Urban/Dark Fantasy-Romane um Vicky Nelson und Henry Fitzroy, die inzwischen auch in eine 22-teilige, aber leider nicht erfolgreiche Fernsehserie umgesetzt wurden.
Immerhin werden die bereits von Feder & Schwert herausgegebenen Bücher nun auch noch einmal von Lyx und mit Titelbildern aus der Serie neu aufgelegt und erreichen damit ein größeres Publikum.
Auch „Blutpakt“ der vierte Band der Serie Blood Ties ist in sich geschlossen, obwohl die Autorin durchaus die Entwicklungen der vorhergehenden Geschehnisse mit berücksichtigt, vor allem, was „Blutlinien“ betrifft.

Vick Nelson erholt sich noch von der Begegnung mit Anwar Tawfik, dem Zauberpriester aus dem alten Ägypten, da trifft sie bereits der nächste Schlag. Ihr wird durch einen simplen Telefonanruf mitgeteilt, dass ihre Mutter verstorben sei. Auch wenn die junge Frau nicht unbedingt das innigste Verhältnis zu dieser hat, nimmt sie den Verlust doch sehr schwer, und reist zurück in ihre Heimatstadt.
Henry und Mike, die sich entsprechende Sorgen machen, reisen ihr nach, um sie notfalls moralisch zu unterstützen. Das erweist sich als wichtig, denn Vicky ist völlig durch den Wind – vor allem, als sie nach einem Blick in den Sarg feststellen muss, dass sie betrogen wurde: Denn dort liegt kein Leichnam sondern nur Sandsäcke.
Doch wer hat die Leiche gestohlen und warum? Mit allen Möglichkeiten, die Henry und Mike zur Verfügung stehen, suchen die beiden Männer nach der Toten. Dabei horchen sie auf, als Berichte in der Zeitung stehen und bei der Polizei eingehen, in denen Leute behaupten, wandelnde Tote gesehen zu haben.
Und auch Vicky, die einige Zeit alleine in der Wohnung ihrer Mutter verbringen will, hat eine Begegnung der anderen Art, die aber ihre Lethargie endlich wieder in Wut und Entschlossenheit verwandelt.
Genau so wie die anderen will sie den, der für den Missbrauch am Körper ihrer Mutter und anderer Verstorbener schuldig ist, finden. Schon bald stellt sich heraus, dass nicht dunkle Magie sondern Wissenschaft am Werk ist – etwas, mit dem auch Henry bisher noch nicht konfrontiert wurde.

Standen in den früheren Romanen eher magisch-mythische Wesen den Helden als Feind gegenüber, so ist es diesmal ein „Mad Scientist“ der in seinem Forschungswahn buchstäblich über Leichen geht. Diesmal nutzt auch Henry seine körperlich-magische Überlegenheit nicht viel, wie er schon bald zu spüren bekommt.
Man erfährt schon früh, wer der Gegenspieler ist und kann so auf zwei Ebenen verfolgen, wie die seine Seite auf die Aktionen der anderen reagiert. Garniert ist das Buch wieder mit den üblichen Kabbeleien zwischen Mike und Henry, die zwar inzwischen schon fast Freunde sind, aber in bezug auf Vicky immer noch Nebenbuhler. Allerdings haben sie akzeptieren müssen, dass ihre Freundin eines Tages die Entscheidung treffen muss, bei wem sie wirklich bleiben wollen.
Der Roman ist insgesamt viel düsterer und depressiver als die vorhergehenden, was vermutlich auch daran liegt, dass Vicky diesmal sehr persönlich involviert ist. Wieder setzt sie auf eine spannende und überraschend böse Handlung, die kaum Kämpfe und nur wenig Blut benötigt, um den Leser an die Buchseiten zu fesseln.
Denn man fühlt sehr intensiv mit den Hauptfiguren, die diesmal ein wahres Wechselbad an Gefühlen durchleben und am Ende sogar eine schwerwiegende Entscheidung treffen müssen, die das Dreiecksverhältnis entscheiden verändern wird.
Allerdings erweist sich der Bösewicht als etwas blasser und schemenhafter als sein Vorgänger, was aber auch eine angenehme Abwechslung bietet. Er erinnert sehr stark an Victor Frankenstein, der in seinem Wunsch, Gutes zu schaffen doch nur das Böse tut. Und wie dort wenden sich am Ende seine Kreaturen auch gegen ihm. Durch all das werden sowohl die Geschichte als auch die Charaktere lebendig, ohne dass der Roman Klischees und Gefühlskitsch verwenden muss.

„Blutpakt“ überzeugt wieder einmal mit einer interessanten und vielschichtigen Handlung, die beweist, dass intelligent erzählte Dark Fantasy nicht viel braucht, um auf mehreren Ebenen zu überzeugen und spannend zu unterhalten.


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

Aufmachung:

Gefuehl:

Humor:

Links:

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Serie(n):
Blood Ties Belletristik

Produkte (Huff, Tanya):
Band 1: Blutzoll
Band 2: Blutspur
Blutlinien
Blutpakt
Blutschuld
Hotel Elysium
Hüte sich wer kann
Rauch und Spiegel
Rauch und Asche
Band 1: Blutzoll
Band 2: Blutspur
Blutbank
Band 3: Blutlinien
Band 5: Blutschuld

Verlag:
Egmont Lyx

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Infos:

Serie:

Blood Ties

Autor:

Huff, Tanya

Verlag:

Egmont Lyx

Erschienen:

01.02.2009

Kritiker:

Arielen

Sprache:

Deutsch

ISBN oder
ProduktID:

9783802581939

Seiten:

422

Preis:

9,95 €

Typ:

Taschenbuch

 

Huff, Tanya

Die kanadische Autorin wurde in Halifax geboren und lebt heute in Ontario. Sie hat bereits viele Fantasy und Urban Fantasy Romane verfasst, von denen einige auch schon auf Deutsch erschienen sind [mehr]




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