Rezension von Bine Endruteit
Im „Grusel-Club“ Sammelband 5 finden sich drei zuvor bereits solo erschienene Geschichten von Thomas Brezina, die sich um die drei Freunde Jupiter, Nick und Vicky drehen. Als viertes Mitglied des Clubs ist der junge Leser selbst eingeladen, sich auf die Suche nach Spuren zu machen.
In „Die Zombiehöhle“ geht es um eine Höhle mitten am Strand, die von den Bewohnern der Stadt den Spitznamen „Zombiehöhle“ bekommen hat. Tatsächlich sieht Vicky bei ihrer Expedition eine gruselig aussehende Gestalt, als sie sich in die Dunkelheit wagt. Der Bademeister glaubt ihr jedoch kein Wort, schließlich gehören lebende Leichen ins Reich der Fantasie. Nick und Jupiter sehen das anders, sie glauben ihrer Freundin sehr wohl und wollen herausfinden, was es mit der Höhle wirklich auf sich hat.
„Der echte Doktor Frankenstein“ macht dem Grusel-Club in der zweiten Geschichte zu schaffen. Ein Unbekannter treibt sich nachts auf dem Friedhof herum und plündert frische Gräber. Die jungen Gruselfreunde haben mit eigenen Augen gesehen, wie eine Gestalt in einem wallenden Mantel um die Gräber gestrichen ist. Sie wurde allerdings von einem vermummten Mann aufgehalten und ist geflüchtet, bevor man sie zur Rede stellen konnte. Seltsamerweise scheint ihr Kunstlehrer etwas mit der Sache zu tun zu haben, denn auch in seiner Wohnung gehen eigentümliche Dinge vor. Seine Nachbarin weiß von gruseligen Geräuschen zu berichten. Ist er ein Doktor Frankenstein, der aus den Teilen Toter ein Monster erschaffen will?
Im dritten Teil des Buches fragen sich Vicky, Jupiter und Nick „Was geschah im Schloss des Schreckens?“ Die drei Freunde reisen zu einem alten Schloss, in dem es angeblich spuken soll. Leider scheint irgendetwas schief gelaufen zu sein, denn es holt sie niemand vom Bahnhof ab. Auch im Gebäude selbst scheint sie keiner zu erwarten, also machen sie sich kurzerhand eigenständig auf den Weg und suchen das Schloss ab. Sie hören schaurige Geräusche und es gibt seltsame Gemälde, die sich zu verändern scheinen. Außerdem sind viele Türen ohne Klinke vorhanden und Geheimgänge sind auch keine Seltenheit. Was hat es mit dem Schloss auf sich? Spukt es hier wirklich oder lässt sich alles ganz natürlich erklären?
Ausgerüstet mit einer so genannten Spuk-Lupe muss der Leser selbst seinen Beitrag leisten, um die Geschichten zu lösen. Es gibt Bilder, die man nur mit Hilfe der Lupe sehen kann, und Antworten auf knifflige Fragen werden mit ihrer Hilfe sichtbar. Man sollte auch gut auf seine Lupe Acht geben, ohne sie macht das Lesen keinen Spaß mehr. Viele der Illustrationen von Nora Nowatzyk können ohne sie nicht betrachtet werden.
Die einzelnen Abenteuer machen durch ihre Interaktivität besonders viel Spaß. Wenn man ein Rätsel gelöst hat, bekommt man dafür Punkte. Am Ende jeder Geschichte kann man seine Punkte mit denen der Grusel-Clubber vergleichen. Vorne im Buch sind Clubkarten der Mitglieder abgedruckt. Eine davon ist noch frei und Kinder können hier ein eigenes Foto einkleben und ihr Club-Profil anlegen.
Zwar sind die Storys immer ähnlich aufgebaut, aber Kinder werden trotzdem viel Spaß an den Abenteuern des Grusel-Clubs haben. Die Geschichten haben alle ein originelles Ende. Thomas Brezina schreibt flüssig und spannend, so dass das Buch schnell gelesen ist. Mit dem Grusel-Club erleben Kinder einige aufregende Stunden und können dabei selbst noch aktiv werden.