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Band 1: Fluchtpunkt Florida (Kritik)


Rezension von Arielen

Autor: Collins, Max Allan


Aus der Reihe "CSI: Miami"

Zu den erfolgreichsten Serienkonzepten der letzten zehn Jahre gehört wohl Crime Scene Investigation, auch kurz CSI genannt. Die Serie rückte nicht länger nur die Polizisten und Ermittler bei der Aufklärung der Fälle in den Vordergrund, sondern konzentrierte sich nun mehr auf die Forensiker und Pathologen – sprich: die Männer und Frauen, die anhand der Spuren am Tatort und an der Leiche das Geschehen rekonstruierten und dabei keine mystischen Gaben wie manche Profiler entwickelten, sondern streng nach wissenschaftlichen Vorgaben und mit hochwertigen Analysegeräten arbeiteten.
Die Fälle des Teams, das im Schatten der Glitzerwelt von Las Vegas arbeitete, waren so erfolgreich, dass nicht nur eine ganze Menge von ähnlichen Serien bei anderen Sendern entstanden, sondern die Produzenten beschlossen, selbst einen weiteren Ableger ins Leben zu rufen. Angesiedelt im sonnigen Miami sollten die Männer und Frauen um den neuen Chef Horatio Caine zwar ähnlich arbeiten, aber die Fälle doch ganz anders angehen.
Und tatsächlich entwickelte sich CSI Miami vor allem außerhalb der USA bald zur beliebten Serie, was wohl auch an dem Bonus durch den 1980er-Kult Miami Vice liegen mag, an deren Optik man sich ungeniert orientiert.

„Fluchtpunkt Florida“, der erste Roman der Buchreihe, schildert die Staffelübergabe an das Team von CSI Miami. Grissom und seine Leute kochen vor Wut, müssen aber hilflos mit ansehen, wie Tom Lessor die Stadt verlässt, da die Beweise nicht rechtzeitig vorliegen, um ihn als Mörder einer jungen Frau dingfest zu machen. Immerhin finden sie heraus, wohin der Verdächtige fliegt und können doch noch seine Schuld an dem Tod des Opfers nachweisen. Sie informieren ihre Kollegen in Miami. Horacio Caine und die anderen sollen Lessor im Auge behalten und so bald wie möglich festnehmen.
Leider verliert sich dessen Spur jedoch nach dem Verlassen des Flughafens. Nur wenig später wird ein Taxifahrer tot am Strand gefunden. Doch das ist nicht alles. Die Blutspuren auf dem Rücksitz seines Wagens deuten auf den Passagier hin und schon bald entdeckt man in der Nähe die Überreste eines zerstückelten Menschen in Plastiksäcken. Tom Lessor ist also selbst das Opfer eines Verbrechens geworden. Doch wer hat ihn umgebracht?
Horatio Caine und sein Team beginnen die Ermittlungen. Mit allen ihnen zur Verfügung stehenden forensischen Methoden rekonstruieren sie einen möglichen Tathergang, die Art der Waffe und die Anzahl der Täter. Schon bald stoßen sie auf eine interessante Spur aus der Vergangenheit.
Schon einmal ist jemand auf die gleiche Weise umgebracht worden. Aber die mutmaßlichen Mafia-Killer, die damals verdächtigt, jedoch niemals verhaftet und schon gar nicht verurteilt wurden, haben sich längst in den Ruhestand zurückgezogen. Und welchen Grund könnten sie haben, jemanden wie Lessor zu ermorden, der mit ihnen keine Verbindung zu haben scheint?

Romanen zu Fernsehserien ist es eigen, dass ihre Autoren sich eng an die Vorlage halten und kaum eigene Elemente einbringen. Das merkt man auch an „Fluchtpunkt Florida“ sehr deutlich. Der Autor erlaubt sich keine besonderen Freiheiten, er wagt es auch nicht, Horacio Caine und sein Team ausführlicher oder weitergehend zu charakterisieren. Nach einer kurzen äußerlichen Beschreibung erfährt man nicht viel mehr als die üblichen Verhaltens- und Denkweisen, die sie auch in der Serie an den Tag legen. Sie definieren sich überwiegend durch ihre Dialoge. Ähnlich sieht es bei den Nebenfiguren aus. Sie sind entweder direkt aus der Serie entnommen oder an ähnliche Gegenspieler angelehnt.
Der einzige Unterschied zu CSI Las Vegas ist wohl eher das Vorgehen der Gegner: Die Drogenbarone aus Mexico und Kuba oder anderen Mittel- und südamerikanischen Staaten sind viel schneller mit der Waffe bei der Hand, so dass auch Caine und Co. von Anfang an eine härtere Gangart auffahren.
Spannung bezieht der Roman daher auch durch immer wieder eingeschobene Actionsequenzen und unvermittelt auftretende Gefahren. Da man sich in erster Linie auf Indizienbeweise verlässt, kommt die psychologische Verbrechensdeutung eher zu kurz und ist im Allgemeinen so simpel gestrickt wie in den Drehbüchern zur Serie.

Als Kriminalroman bietet „Fluchtpunkt Florida“ eine eher dünne Handlung, da der Autor selbst nicht so tief in die Figuren gehen und ihre Motive und Verhaltensmuster diffiziler schildern kann. Den Fans aber wird es gefallen, da die Geschichte genau das wiedergibt, was CSI Miami so auszeichnet – die von sehr viel äußerer Action begleitete Lösung von Fällen mit der mondänen Optik wie sie schon in Miami Vice zu finden war.


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

Links:

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Serie(n):
CSI: Miami Belletristik

Produkte (Collins, Max Allan):
Band 2: In der Hitze...cht
Tödlicher Irrtum
Im Profil des Todes
Band 4: NY - Blutiger Mord
Die Last der Beweise

Verlag:
vgs

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Infos:

Serie:

CSI: Miami

Autor:

Collins, Max Allan

Verlag:

vgs

Erschienen:

01.10.2003

Kritiker:

Arielen

ISBN oder
ProduktID:

9783802532825

Seiten:

306

Preis:

17,90 €

Typ:

Hardcover

 

Lesung:

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