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Nachts


Roter Dorn:
Wie sieht die Entstehungsgeschichte von >Nachts< aus?

Markus K. Korb:
Nachdem mein erstes Buch, die GRAUSAMEN STÄDTE, fertig gestellt war und sich abzeichnete, dass die Leser es positiv aufnahmen, machte ich mich daran, einen weiteren Band meiner Werke zu erstellen. Bei meiner Verlagsrecherche habe ich den Eldur-Verlag gefunden und Peter Dobrovka spontan angeschrieben. Nach einigen Leseproben und Emails konnte er mir eine Zusage für den Band geben.

Roter Dorn:
Warum ist Ihr neustes Werk nicht beim Blitz-Verlag, wo sie als Herausgeber von „Edgar A. Poes Phantastischer Bibliothek“ tätig sind, erschienen?

Markus K. Korb:
Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass ich als Redakteur von „Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek“ die Reihe als Publikationsplattform für mich ausnutze. Das läge mir fern. Ein weiterer Band von mir in der Reihe ist aber dennoch zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Roter Dorn:
Auf welche Geschichte aus >Nachts< sind Sie besonders stolz?

Markus K. Korb:
Mir persönlich gefällt „Nachts im Schein des Vollmonds“ sehr gut, da diese Vignette in komprimiertester Form eine düstere Atmosphäre verbreitet, die zudem eine philosophische Grundlage hat.

Roter Dorn:
In meiner Rezension zu Ihrer Anthologie habe ich gemeint, dass Ihr Stil für die Geschichten, die in modernem Umfeld spielen, stellenweise etwas zu gestelzt scheint – was sagen Sie dazu?

Markus K. Korb:
Jeder Rezensent und Leser empfindet dies anders, was aber durchaus seine Berechtigung hat.

Roter Dorn:
Einigen Storys in >Nachts< sind Zeilen aus Songtexten vorangestellt – lassen Sie sich des Öfteren aus diesen musikalischen Quellen inspirieren? Welche anderen Quellen gibt es?

Markus K. Korb:
Das ist richtig. Die musikalischen Inspirationsquellen waren bei einigen meiner früheren Geschichten sogar noch stärker ausgeprägt. Ich habe einmal eine Story verfasst, während im Hintergrund Peter Gabriels „Digging in the dirt“ lief – und habe mich nach dem Song gerichtet. Die sich wiederholende Textzeile „This time you’ve gone to far“ habe ich als retardierendes Element ähnlich eines Refrains in meine Story zu jenem Zeitpunkt eingestreut, in welchem ich sie beim Abfassen der Story hörte. Dies hat den gesamten Ablauf des Schreibens in eine eigenwillige, von mir nicht steuerbare, Richtung gelenkt. Ein spannendes Experiment für mich.

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Infos:

Thema: Nachts
Person: Korb, Markus K.
Interview durch: Martin Weber

Links:

Produkte (Korb, Markus K.):
Grausame Städte
Der vergessene Friedhof
Nachts...
Insel des Todes
Wasserscheu
Das Arkham-Sanatorium
Wasserscheu

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