Vegetarisch kochen – persisch

21. Februar 2008 von Heike Rau

persisch

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ISBN: 978-3895662331

Format: Hardcover

Seiten: 180

Preis: 14,00

Sprache: Deutsch

Über einhundert Originalrezepte aus Persien findet man im Buch versammelt und all diese Rezepte sind für Vegetarier geeignet. Da es viele verschiedene Temperatur- und Klimazonen gibt, ist das Angebot an frischen Obst und Gemüse das ganze Jahr über garantiert. Der heutige Iran ist ein Vielvölkerstatt, so findet man die Zutaten vielfältig verarbeitet. Es wird Wert darauf gelegt, die Zutaten einer Speise in harmonischer Weise zu kombinieren. Grundlage hierfür ist die Philosophie von den „warmen“ und „kalten“ Speisen.
Zu den warmen Speisen gehört Energiereiches wie süße Früchte, Nüsse, Kichererbsen, Brot und auch Gewürze. Zu den kalten Speisen gehören wasserreiche und säuerliche Zutaten, also Gurken, Spinat, Kiwi, Linsen, Bohnen oder auch Reis und Getreidekörner.
Um diese Philosophie verstehen zu können, geben die Autorinnen eine kleine Einführung in die Warenkunde und stellen Obst und Gemüse, Gewürze und Kräuter, Nüsse sowie Getreide und Hülsenfrüchte etwas genauer vor.

Die Rezepte sind geordnet nach Vorspeisen, Reisgerichte, Suppen, Gemüsegerichte mit Sauce, Omelette und Küchlein, Festliche Gerichte, Beilagen, Desserts, Marmelade und Sirup, Gebäck und Süßigkeiten. Man kann daher ohne weiteres ein orientalisches Menü zusammenstellen, auch um Gäste zu überraschen. Festliche Gerichte werden zudem in einem eigenen Kapitel vorgestellt. So kann man seine Gäste einmal mit Reisknödeln mit Dicken Bohnen und Dill verwöhnen oder auch mit Gefüllten Weißkohlblättern überraschen.
Viele der Gerichte sind aber auch für den Alltag geeignet. Hier gilt es auszuprobieren, was schmeckt. Die Rezeptauswahl bei den Hauptgerichten ist groß: Reis mit Auberginen und Kartoffelkruste, Reis mit Bulgur und Dicken Bohnen, Kräuter-Obst-Suppe, Auberginen-Zucchini-Teller oder Omelett mit Dicken Bohnen und Dill. Für den großen Appetit kann man zusätzlich unter Beilagen wählen wie Joghurt mit wildem Knoblauch oder eingelegten Auberginen. Natürlich muss man auch hier der Auswahl der Rezepte Beachtung schenken und die Speisen harmonisch kombinieren.
Ganz besondere Süßigkeiten gibt es ebenfalls zu entdecken. Diese kann man auch verschenken, wie beispielsweise das Dattel-Sesam-Konfekt.

Mit diesem Buch kann man die persische Küche sehr gut kennen lernen. Natürlich kann man zum Essen gehen. Aber, so verraten die Autorinnen, die leckersten Gerichte findet man auf keiner Speisekarte, denn gekocht und gegessen wird in Persien am liebsten zu Hause. So sind die Rezepte der Schwestern zum Teil sehr alt, weitergegeben von Generation zu Generation.
Das Buch ist aber nicht nur eine Rezeptsammlung. Der Leser erfährt viel Interessantes zu Land und Leuten. Und auch die Zutaten werden ins Licht gerückt. Manche davon sind sicher nicht so einfach zu beschaffen, jedoch geben die Autorinnen Tipps, wo man versuchen könnte, sie zu kaufen.
Die Rezepte sind für vier Personen konzipiert und sehr reichlich bemessen. Die Kochanleitungen sind leicht verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Dabei sind die Seiten sehr übersichtlich gehalten. Sicher ist es eine Umstellung, persisch zu kochen, aber die Rezepte sind im Großen und Ganzen kaum kompliziert, manchmal sogar überraschend einfach. Oft sind es die Gewürze, die ein eigentlich einfaches Gericht zu einem besonderen Geschmackserlebnis machen.

Das Buch ist sparsam mit einigen Zeichnungen illustriert. Was wirklich fehlt sind Fotos. Das ist ausgesprochen schade. So fehlt die Vorstellung, wie ein neu auszuprobierendes Gericht, wenn es fertig ist, aussehen könne oder auch wie es passend angerichtet wird.

Fazit: Hier werden Zutaten auf eine Art und Weise kombiniert, die in Deutschland sicherlich nicht als üblich zu bezeichnen ist. Deswegen dürfte der Ausflug in die persische Küche äußerst interessant werden. Die Rezepte sind gut dargestellt, wenn auch mit wenig Bildmaterial und darüber hinaus erfährt man viel über die Hintergründe des persischen Essens.

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