Schnurrbert bekommt einen Bären aufgebunden

7. Februar 2008 von Heike Rau

Schnurrbert

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ISBN: 978-3-938766-1

Format: Hardcover

Seiten: 38

Preis: 12,90

Erscheinungsdatum: 07.05.2008

Sprache: Deutsch

Der Henkel vom Einkaufskorb ist abgerissen. Herr Schnurrbert beschließt, mal etwas Neues auszuprobieren. Deswegen kauft er bei Krämer Krims keinen Korb, sondern einen Rucksack. Dass der Krämer, weil er keinen Rucksack im Angebot hat, Herrn Schnurrbert einen dicken Bären auf den Rücken bindet, merkt dieser nicht. Also, geht er weiter, um seine Einkäufe zu erledigen. Bäuerin Moltke staunt nicht schlecht, als Herr Schnurrbert verlangt, dass sie einen Liter Milch in den Rucksack tun soll. Aber da Herr Schnurrbert darauf besteht, kippt sie dem Bären die Milch in das Maul. Auch der Metzger, bei dem Herr Schnurrbert eine Salami kauf, muss sich erst einmal die Augen reiben. Aber der Kunde ist König und so kommt die Salami in den Rucksack hinein. Bäckerin Brosam glaubt, Mehl auf der Brille zu haben, aber auch sie kommt dem Wunsch von Herrn Schnurrbert nach und schiebt das Brot in den Rucksack. Der Bär wird dicker und dicker. Der Rotwein, gekauft bei Winzer Kantengeber, gibt ihm den Rest. Bei jedem Schritt muss er rülpsen. Als er auch noch anfängt zu singen, beginnt Herr Schnurrbert sich zu wundern. Er setzt den Rucksack ab und sieht die ganze Bescherung. Da hat ihm Krämer Krims doch tatsächlich einen Bären aufgebunden.

Die Geschichte wird schon ganz kleinen Kinder unbändige Freude bereiten. Denn sie sehen natürlich sofort, dass Herr Schnurrbert statt einem Rucksack einen Bären auf dem Rücken trägt. Das ist wirklich Allerhand. Herr Schnurrbert merkt nicht mal, was vorgeht. Die abenteuerliche Einkaufstour wird immer belustigender. Die Kinder müssen das Spiel mitmachen, genau wie die Bäuerin Moltke, Metzger Kuddelsupp, Imker Brummer und die anderen. Die Namen sind sehr passend. Der Bär wird nach jeder Seite runder und runder. Mit Spannung erwartet man zu sehen, dass Herr Schnurrbert nun endlich merkt, was Sache ist. Er bekommt genügend Hinweise von den Händlern, aber er beachtet sie einfach nicht. Je länger die ganze Sache dauert, umso lustiger wird sie. Einfach herrlich! Der Spaß wächst sozusagen mit dem Bauchumfang des Bären. Zum Schluss kann man kaum noch an sich halten.
Die Zeichnungen sind etwas ganz Besonderes. Der Inhalt der Geschichte wurde perfekt umgesetzt. Auch in die Bilder wurde viel Humor gepackt. Der superdünne Herr Schnurrbert mit Anzug, Schnauzbart und Brille sieht mit dem dicken Bären auf dem Rücken zum Kringeln aus und auch den Händlern, die diesen Spaß mitmachen, steht die Verwunderung, aber auch Schadenfreude ins Gesicht geschrieben. Was für ein Schelmenstreich!
Das Buch ist aber auch lehrreich. Sie mahnt zur Vorsicht. Denn wie schnell es geht, dass einem ein Bär aufgebunden wird, sieht man ja in der Geschichte.

Fazit: Ein Buch, bei dem einfach alles stimmt. Die Geschichte ist wunderbar witzig, die Illustrationen sind einzigartig. Diese Art Humor ist unschlagbar und gefällt garantiert jedem Kind. Und nicht nur das. Vorlesende Eltern oder Großeltern werden ebenfalls ihre Freude an diesem Buch haben.

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