Ritter – Wie alles begann

3. August 2017 von Marcus Pohlmann

Ritter - Wie alles begann

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ISBN: 978-3957891013

Format: Hardcover

Preis: 14,95

Erscheinungsdatum: 15.03.2017

Sprache: Deutsch

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Das Konzept von Ritter – Wie alles begann sollte dem interessierten Leser eigentlich hinlänglich bekannt sein: Wie bei den schon seit vielen Jahren beliebten Abenteuerspielbüchern schlüpft der Leser in die Rolle des Protagonisten und seine Entscheidungen bestimmen den weiteren Fortgang (oder auch das abrupte Ende) der Geschichte. Neu bei diesem Hardcover-Band von Pegasus Press ist allerdings, dass die Story nicht als reiner Text, sondern als Comic präsentiert wird.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei namenlose Bauernsöhne, die genug davon haben, auf dem heimischen Hof Mist zu schaufeln. Stattdessen brechen sie in die Hauptstadt des Königreiches Akakam auf um dort die Schule der Ritter zu besuchen und Heldentaten zu vollbringen. Dort angekommen, muss sich der Leser für einen der drei Burschen entscheiden. Jeder verfügt über eine unterschiedliche Gewichtung bei seinen vier Attributen; Stärke, Geschick, Charisma und Intelligenz. Dies ermöglicht es dem Spieler zum einen seinen Charakter seinem Spielstil anzupassen, zum anderen das Buch mit einer anderen Figur erneut durchzuspielen.
Hat sich der Leser entschieden, so trägt er die Angaben in den Charakterbogen ein, der sich am Ende des Bandes (oder auf der Verlagsseite) findet. Nun gilt es in nur fünf Tagen so viele „Bändchen der Beherztheit“ wie möglich zu sammeln, die im ganzen Königreich verteilt sind.
Auf der Suche nach den begehrten Bändchen muss unser Held durch Sümpfe waten, Berge erklimmen und finstere Wälder durchwandern. Der Leser trifft dabei überall Menschen (und manchmal auch andere Wesen), die ihm Aufgaben stellen, um Hilfe bitten oder handeln wollen. Manchmal gilt es dabei Bilderrätsel zu lösen, Rededuelle zu bestehen, Rechenaufgaben zu knacken oder die bereits gesammelten Informationen richtig zu kombinieren. Als Belohnung winken die wertvollen Bändchen, aber auch Goldmünzen, bessere Ausrüstung oder andere Vorteile. Doch nicht nur nette Bürger bevölkern das Königreich, auch skrupellose Räuber, rabiate Bauern und allerlei garstiges Getier warten auf den Seiten des Bandes und sorgen unter Umständen für ein unschönes Ableben des Helden.
Erst wenn es dem Protagonisten gelingt am Ende des fünften Tages mit 13 oder mehr Bändchen zurück an den Königshof zu reisen, winkt der begehrte Ritterschlag und damit die erfolgreiche Lösung diese Bandes.

Ritter – Wie alles begann nutzt das Medium „Comic“ sehr gut aus und setzt vor allem auf die optische Komponente. Nur mit dem aufmerksamen Lesen des Textes UND dem genauen Untersuchen der einzelnen Bilder hat der Leser eine Chance die Laufbahn seines Charakters erfolgreich abzuschließen. Die Zeichnungen sind dabei in einem eher kindgerechten, niedlichen Stil gehalten, auch die eher kämpferischen, gewalttätigen Szenen sind jugendfrei umgesetzt. Der ganze Band nimmt sich nicht zu ernst und die Autoren haben viele kleine, lustige Szenen eingebaut, die die Geschichte auflockern. Im Gegensatz zu vielen anderen Abenteuerspielbüchern ist hier durch die Charakterauswahl und die verschiedenen Richtungen in welche die Queste gehen soll, sogar ein gewisser Wiederspielwert gegeben ist. Einige der Rätsel sind zwar recht deftig, aber generell lässt sich der Band recht gut durchspielen und liefert gute kurzweilige Unterhaltung.

Für Leser die zwischendurch auf eine Queste gehen wollen bietet Ritter – Wie alles begann die richtige Mischung aus Lesespaß und spannenden Rätseln.

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