Ormog – Der letzte weiße Magier

29. Oktober 2016 von Averan

Ormog – Der letzte weiße Magier

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ISBN: 978-3-944788-3

Seiten: 365

Preis: 16,95

Erscheinungsdatum: 13.07.2016

Sprache: Deutsch

Wenn ein 16jähriger selbstbewusst von sich geben kann, dass er bereits ein Buch veröffentlicht hat, dann ist das schon bemerkenswert. Schriftsteller haben es im deutschen Sprachraum zum einen sowieso nicht leicht. Ohne die nötigen Erfahrung ist es umso schwieriger einen Verlag zu finden, der ohne Zuschüsse das Buch publiziert. Thomas Engels hatte das Glück eben dies zu erreichen, und das sogar mit einem Fantasy-Roman. „Ormog  Der letzte weiße Magier“ fand im Fabulus-Verlag ein Zuhause.

Ormog gegen den Rest der Welt

Schwarz und Weiß, der ewige Kampf zwischen Gut und Böse geht auch an Ormog nicht vorbei. Immer wieder müssen er und sein Orden gegen die Gorgul, die Schwarzen, kämpfen. Und als dann der Sieg endlich ganz nah zu sein scheint, passiert das schier unmögliche: Die Gorgul holen zum tödichen Schlag aus und schaffen es alle weißen Magier zu vernichten und die Stadt drumherum zu zerstören. Die Bevölkerung ist entsprechend wütend, die Schuld wird den Weißen in die Schuhe geschoben und die Gorgul stehen als Helden da.

Das Massaker haben nur wenige überlebt, und diese werden von nun an gejagt und getötet. Von den hohen Magier hatte nur Ormog das Glück zu überleben. Doch leider bleibt ihm dieses nicht lange hold, denn er wird kurz darauf festgenommen und vor den Richter gezerrt. Ihm steht die Todesstrafe bevor. Dank eines einsichtigen Richters fällt die Strafe jedoch etwas milder aus, ihm werden die Zauberkräfte genommen und das Gedächtnis gelöscht.

Lange Zeit später, Ormog kann sich immer noch an nichts erinnern, wird er in seinem Haus von Unbekannten angegriffen. Die Gorgul haben nämlich nicht vergessen, wer er war und wollen ihn, den letzten verbliebenen Magier ins Jenseits schicken. Mit diesem Angriff kommt die Erinnerung zurück und Dank eines Talismans auch seine Zauberkräfte. Nun gilt es die Welt vor den Gorgul zu retten.

Fertig ist nicht ausgereift

Wenn auf dem Klappentext die Worte „High Fantasy“ und „Planet“ nebeneinander stehen, ist es schon etwas komisch für den Leser einen Zusammenhang zu sehen, schließlich sind Planeten ja doch eher in der Science Fiction zu Hause. Tatsächlich spielt dieser Roman auf einem fremden Planeten, auf dem sich neben Menschen auch andere Spezies befinden und auf dem Magie allgegenwärtig ist. So zumindest steht es im Prolog, der kein Prolog ist. Es handelt sich dabei um eine Zusammenfassung dessen, wie sich der Hintergrund der Geschichte aufbaut. Liest man sich in das Buch hinein, stellt man schnell fest dass Magie nur Wenigen vorbehalten und keinesfalls allgegenwärtig ist. Dennoch hat die Geschichte sehr viel Potential, das leider in keiner Weise ausgeschöpft wird.

Dem Buch hätte es gut getan, wenn es noch einige Monate oder gar Jahre in der Schublade gelegen und noch einmal vollständig überarbeitet worden wäre. Der Autor schafft es nicht einer Linie treu zu bleiben. Mal sind die Geschehnisse in der dritten Person geschildert, mal wird in die Ich-Perspektive gewechselt. Einige Stellen werden schön umschrieben, aber viel zu kurz, die langwierigen Passagen hingegen, die auch auf einer Seite genug ausgeschmückt wären, ziehen sich dafür in die Länge. Mir fiel es schwer das Buch flüssig zu lesen, mehr als ein paar Seiten am Stück wurden anstrengend. Zumindest kann man aber dem Autor zu Gute halten, dass er mit seinen 16 Jahren einen schönen und umfangreichen Wortschatz besitzt, indem auch Worte wie „beflissen“ auftauchen. Damit entsteht aber auch der Eindruck, dass derjenige, der das Buch geschrieben hat, um einige Jahre älter sein müsste.

Fazit

So schön die Grundidee für diesen Roman auch ist, die Ausarbeitung macht sie zunichte. Ein gutes und umfangreiches Lektorat hätte an vielen Stellen geholfen. Dennoch schlummert im Autor viel Potential und es bleibt zu wünschen übrig, dass er sein Handwerk weiter ausbaut und mehr Erfahrung sammelt, um beim nächsten Werk sein Können zu zeigen.

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