Lauras Stern Gutenacht-Geschichten

7. Februar 2008 von Heike Rau

Lauras_Stern

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ISBN: 9783833900853

Format: Hardcover

Seiten: 80

Preis: 12,90

Erscheinungsdatum: 01.09.2006

Sprache: Deutsch

In diesem Buch stehen gleich drei Geschichten über die kleine Laura. In jeder spielt natürlich der Stern eine Rolle. Dieser ist ihr ganz besonderer Freund. Manchmal kommt der glitzernde Stern zu Laura und sie erzählt ihm, was tagsüber passiert ist und wie sich fühlt.

Die erste Geschichte heißt: „Allein zu Hause“. Lauras Eltern wollen in die Oper gehen, aber der Babysitter sagt ab. Laura glaubt, sie kann gut selbst auf sich aufpassen und auch auf ihren kleinen Bruder. Die Eltern sind einverstanden, schließlich erklären sich die Krauses aus der Nachbarschaft bereit, nach den Kindern zu sehen. Außerdem nehmen die Eltern für den Notfall ein Handy mit.
Leider hat Tommy gar keine Lust, auf seine große Schwester zu hören. Laura hat Mühe, sich durchzusetzen. Trotzdem ist sie stolz und das erzählt sie auch ihrem Stern, als sie ihn bei einem Blick aus dem Fenster am Himmel entdeckt. Als die Kinder endlich im Bett liegen, greift Laura zum Vorlesebuch. Das hatte sie Tommy versprochen. Draußen ist es sehr dunkel und Tommy findet, dass die Wolken wie Monster aussehen. Dann hören die beiden auch noch ein seltsames Geräusch und verstecken sich ängstlich unter der Decke. Ob da wohl ein Ungeheuer kommt oder ein Einbrecher?
Die zweite Geschichte heißt: „Ein fremder Junge“. Laura ist ziemlich enttäuscht, als ihr der Junge beim Bäcker die letzten Marzipanschnecken vor der Nase wegkauft. Später erfährt sie von ihren Freunden, dass der fremde Junge bei Paulines Nachbarn zu Besuch ist. Der Junge möchte gerne mit den anderen Kindern mitspielen. Doch Laura weist ihn ab. Sie ist nachtragend wegen der Marzipanschnecken. Ein paar Mal noch versucht der Junge Kontakt aufzunehmen, aber Laura bleibt hartnäckig. Später entdeckt sie, dass er Sterne genauso gern mag, wie sie. Sie bereut nun ihr Handeln. Vielleicht wäre der Junge doch ein guter Spielkamerad gewesen.
Die dritte Geschichte ist „Die Taschenlampe“. Bei einem Schnee-Spaziergang hat Laura eine Laterne dabei, ihre Freundin Sophie eine neue Taschenlampe. Laura ist begeistert von der Lampe. Sie hätte auch gerne eine. Lauras Eltern würden ihrer Tochter zu Weihnachten auch eine kaufen, weil das ihr Wunsch ist. Aber bis dahin ist noch eine Ewigkeit Zeit. Laura ist enttäuscht. Als der Stern zu Laura in den Kindergarten kommt, will sie ihm die Taschenlampe zeigen und holt sie aus Sophies Rucksack. Weil jemand hereinkommt, versteckt sie die Lampe hinter ihrem Rücken. Es ist Lauras Papa. Laura weiß nicht, was sie mit der Taschenlampe machen soll, und lässt sie in ihrem Rucksack verschwinden. Laura weiß, dass es nicht richtig ist, die Taschenlampe zu nehmen.

Alle drei Geschichten sind spannend. Sie regen zum Nachdenken an. Für Kindergartenkinder eignet sich das Buch aber nur bedingt zum Vorlesen vor dem Einschlafen, denn „Allein zu Hause“ oder „Die Taschenlampe“ sind für diese Altersgruppe schon sehr aufregend. Zudem entsteht Gesprächsbedarf über das Gehörte, so dass es mit dem Vorlesen nicht getan ist und man etwas mehr Zeit einplanen muss.
Alle drei Geschichten sind lehrreich. Es geht darum, Verantwortung für das eigene Tun zu zeigen und sich Konsequenzen bewusst zu machen. Der Autor kommt aber nicht mit erhobenem Zeigefinger daher, sonder vermittelt seine Aussagen mit Hilfe von anschaulichen Geschichten, die im direkten Umfeld von Kindern spielen, Zuhause, im Kindergarten oder beim Spielen mit anderen, so dass Kinder das Erzählte gut nachvollziehen können.
Die Geschichten sind damit sehr realistisch und Lauras Handeln ist, auch wenn sie noch Fehler macht, was man ihr in diesem Alter natürlich nachsieht, plausibel. Mit Hilfe von vielen, teilweise auch ganzseitigen Zeichnungen sind die Geschichten untermalt. Auffälligen, kräftigen Farben wird dabei der Vorzug gegeben. Natürlich kommt in jeder Geschichte Lauras Stern vor. Dieses immer wiederkehrende Element begeistert Kinder immer aufs Neue
Die Geschichten haben genau die richtige Länge, sind in etwa in etwa zehn Minuten zu bewältigen, so dass Kindergartenkinder konzentriert dem Vorlesenden zuhören können. Grundschulkinder können dann auch selbst leben. Schrift und Zeilenabstand sind recht groß.

Fazit: Drei spannende Geschichten aus Laura Sterns Umfeld, nicht unbedingt zum Einschlafen geeignet, weil sie sehr spannend sind und zum Nachdenken anregen.

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