Klassische Gartenmöbel selbst bauen

25. März 2008 von Heike Rau

Gartenmöbel

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ISBN: 9783878709985

Format: Hardcover

Seiten: 88

Preis: 26,00

Erscheinungsdatum: 07.03.2007

Sprache: Deutsch

Hobbyhandwerker und auch Berufshandwerker finden in diesem Buch Vorlagen und Anleitungen zu zwanzig klassischen Stühlen, Bänken, Tischen und Sitzgruppen aus Schweden. Diese Modelle haben sich über Jahrzehnte bewährt und empfehlen sich daher für einen Nachbau. Die Möbel sind stabil und praktisch zugleich und verschönern jeden Garten und jede Terrasse.

Um einen Anfang zu finden, kann man sich an einer einfachen Gartenbank ohne Lehne aus Mittelschweden versuchen. Die Bank besticht durch ihre Schlichtheit.
Einen klassischen Sonnen- oder Strandstuhl herzustellen, ist dagegen eine Herausforderung. Jeder, der es schon einmal probiert hat, weiß das, selbst das Auf- und Zusammenklappen ist nicht ganz leicht.
Ein ausgesprochen zeitlos wirkendes Modell ist der Armlehnstuhl aus Darlarna. Er stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert, ist sehr robust, wirkt aber nicht überladen.
Aus dem Uppland des Jahres 1900 stammt der Tisch mit Hocker. Es ist sehr praktisch, dass man beides zusammenklappen kann.
Sehr auffallend ist die zierliche Parkbank mit einem gleichmäßigen Muster in der Rückenlehne. Die Sitzfläche ist leicht gewölbt, so dass man bequem sitzen kann.
Etwas ganz Besonders ist die Garnitur aus Wildholz. Ihr Aussehen wird bestimmt von den in der Natur vorgefundenen Hölzern. Jede Bank wird also anders aussehen. Die im Buch vorgestellte, aus den Dreißigerjahren, aus Skåne stammende Garnitur, dient als Orientierung. Sie besteht aus zwei Sesseln, einer Bank, einer Bank mit Rückenlehne und einem Tisch. Besonders gut passen diese Gartenmöbel in weitgehend naturbelassene Gärten.

In einer Einleitung macht der Autor Lust aufs Holzhandwerken. Er beschreibt die Tradition des Gartenmöbelbaus in Schweden kurz zusammengefasst und geht auf Geschichtliches im Laufe des letzten Jahrhunderts ein. Heute ist es ein schönes Hobby für handwerklich geschickte Menschen, Gartenmöbel selbst zu bauen, sich abzugrenzen von den Angeboten im Gartenmarkt vor Ort. Die Möbel im Buch sind meist aus Kiefernholz. Der Autor gibt Tipps zum Kauf des Materials, gibt aber auch grundsätzliche Anregungen zum Werkzeug und zum Anstrich des fertigen Modells.

Jedes dieser Gartenmöbel wird sehr ausführlich vorgestellt. Der Leser erfährt also, woher es stammt und auch aus welcher Zeit. Im Buch kann man die Stühle, Bänke und Tische perfekt in Szene gesetzt auf Fotos betrachten. Der charakteristische Stil der Möbel kommt sehr schön zur Geltung. Man sieht, wie die Möbel im Garten platziert wirken und kann sich das für den eigenen Garten passende Modell heraussuchen.
Man muss natürlich ein wenig Erfahrung im Umgang mit Holz besitzen und auch das entsprechende Werkzeug. Für Anfänger eignet sich aber auch das Modell einer Holzbank ohne Lehne. Es ist gut dafür erste Erfahrungen zu sammeln. Eine Hausforderung, sicher auch für den gelernten Tischler, ist die Gartengarnitur aus Wildholz. Hier kann man sein ganzes Können beweisen. Die anderen Gartenmöbel sind von mittlerem Schwierigkeitsgrad.
Man findet im Buch eine Materialliste und die entsprechende Maße oder Richtwerte. Man kann natürlich auch immer eigene Vorstellungen verwirklichen. In der Bauanleitung werden die einzelnen Fertigungsschritte sehr genau beschrieben. Dass der Leser dabei direkt angesprochen wird, gefällt gut. Diese Anleitung ist sehr verständlich gehalten. Natürlich muss man bestimmte Begriffe und Bezeichnungen kennen, um damit arbeiten zu können. Weitere Orientierung bringen die Zeichnungen. Auch diese sind sehr gut überschaubar.
Das Buch ist damit äußerst anschaulich gestaltet.

Fazit: Es macht Spaß, sich von den vorgestellten klassischen Modellen inspirieren zu lassen. Mit den Anleitungen im Buch sollte die Anfertigung der Gartenmöbel gelingen. Diese werden nach getaner Arbeit sicherlich zum ganz besonderen Blickfang im Garten.

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