Hör mal rein, wer kann das sein? – Zootiere

12. August 2016 von Julia Sasse

Zootiere

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ISBN: 9783845812809

Format: Hardcover

Seiten: 10

Preis: 12,99

Erscheinungsdatum: 20.09.2015

Sprache: Deutsch

Tiere, lebendige Wesen, die man streicheln oder beobachten kann und die individuelle Geräusche von sich geben, faszinieren bereits ganz kleine Kinder. Somit sind Tiere immer ein guter Punkt für Kinderbücher und wenn diese dann mit Tönen und Tast-Erlebnissen kombiniert werden, erst recht. Das Konzept eines Foto-Streichel-Soundbuchs, wie es hier genannt wird, ist nicht neu, aber selten so gut umgesetzt wie beim vorliegenden Buch.

Elefant, Affe, Löwe, Delfin und Eisbär werden der Reihe nach vorgestellt. Auf der linken Seite gibt es einen kleinen Text, der das entsprechende Tier umreißt. Auf der rechten Seite findet der Leser zahlreiche Bilder sowie ein Stück Haut oder Fell des Tieres, das bei Berührung den arttypischen Laut auslöst. So brummt der Bär, der Delfin keckert fröhlich vor sich hin und der Elefant trompetet laut. Die unterschiedlichen Fell- und Hautarten schulen den Tastsinn des Kindes und die Geräusche lehren es, die Tiere anhand der Laute zu unterscheiden.

Die Texte sind einfach gehalten, es gibt kurze prägnante Sätze, die wenige Informationen vermitteln. So lernen die Kinder, dass Affen Bananen lieben, Delfine hoch springen können und das dicke weiße Fell den Eisbären vor Kälte schützt. Prinzipiell ist das Buch damit sehr kindgerecht gemacht, dennoch wünscht man sich ein wenig mehr Informationen. Die Abbildungen zeigen beispielsweise verschiedene Affenarten oder Elefantenarten. Es wäre schön gewesen kurz den Unterschied zwischen indischen und afrikanischen Elefanten erklärt zu bekommen oder das erwähnt wird, dass es nicht nur Schimpansen, sondern auch Orang-Utans gibt, wenn man diese schon abbildet.

Die Laute lassen sich bei Bedarf ausschalten. Am Batteriefach selbst gibt es den entsprechenden Knopf, um die Tiere verstummen zu lassen und für Ruhe zu sorgen.
So schön und gelungen das Buch in seiner Aufmachung ist, so unangenehm stößt der Titel auf. Warum müssen Tiere auf den Zoo beschränkt werden? „Tiere Afrikas“ oder „Tiere des Meeres“ wären Alternativen gewesen, die zwar die Möglichkeiten eingeschränkt hätten aufs Wasser oder in eisige Regionen auszuweichen, aber die Kinder gleichzeitig dafür sensibilisiert hätte, woher diese Tiere kommen und wo ihr natürlicher Lebensraum ist. Auf die Frage „Wo lebt der Löwe?“, wäre „im Zoo“ eine denkbar deprimierende Antwort.

Schöne, farbenfrohe Bilder von fünf unterschiedlichen Tieren verzaubern kindliche Betrachter. Verschiedene synthetische Fell- und Hautarten schulen den Tastsinn, diverse Tierlaute verknüpfen diese Bilder mit arttypischen Geräuschen und laden Kinder ein, ihre Lieblingstiere immer wieder neu zu entdecken. Gelungen und anregend kommt dieses Bilder- und Tonbuch daher und ist mit wenigen Abstrichen ein „must have“ im Kinderzimmer der ganz Kleinen.

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