Gemüseleicht: Selbstversorgung aus dem Garten

18. September 2011 von Heike Rau

Gemüseleicht

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ISBN: 978-3440125014

Format: Hardcover

Seiten: 244

Preis: 19,95

Erscheinungsdatum: 01.08.2010

Sprache: Deutsch

Obst und Gemüse im eigenen Garten anzubauen, ist aufwändig, könnte man denken. Clare Matthews hat nicht viel Zeit. Aber selbst Angebautes wollte sie trotzdem ernten. Sie hat Strategien entwickelt, um beides unter einen Hut zu bringen. Mit dem Buch gibt sie ihr Wissen und die gemachten Erfahrungen weiter.

Damit sich der Aufwand später in Grenzen hält, muss der Garten gut geplant werden. Vor allem aber, sollte man klein anfangen. Erweiterungen sind dann später problemlos möglich.
Der Garten von Clare Matthews ist übersichtlich gestaltet. Klar abgegrenzte Hochbeete hält sie für ideal. Die Einfassung hat sie aus Holz anfertigen lassen. Wobei natürlich auch andere Materialien geeignet sind. Kieswege sorgen für Struktur. Und, wenn man die Ratschläge im Buch beherzigt, sind diese leicht unkrautfrei zu halten.
Der Boden in den Beeten muss gut vorbereitet werden. Die Autorin verzichtet auf das aufwändige Umgraben und bevorzugt das Mulchen. Auch ein Bewässerungssystem wird mit eingeplant, da für das Gießen unter der Woche wenig Zeit ist.
Was man sät und pflanzt muss überlegt werden. Die Autorin bevorzugt anspruchslose und pflegeleichte Sorten. Wenn Pflanzen zur Verfügung stehen, bevorzugt sie diese. Gesät wird nur, was schnell und gut wächst.
Gemüse und Früchte werden in ausführlichen Porträts vorgestellt. Man erfährt, welche Sorten man bevorzugen sollte und wie hoch der Arbeitsaufwand bei der Pflege einzuschätzen ist. Man kann nachlesen, ob man besser säen oder pflanzen sollte und auch wie viele Exemplare.
Diese Porträts sind in Abschnitte gegliedert. Etwas Salat & Blätter oder Beerenobst. In Letzterem findet man beispielsweise Erdbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren.

In den weiteren Kapiteln geht es noch einmal um den Boden und was einen guten Boden ausmacht. Man erfährt, wie man Beete vorbereitet und was als Mulch geeignet ist. Es geht auch um das Düngen und die Unkraut- und Schädlingsbekämpfung im Biogarten. Um das Giesen und die zu beachtende Fruchtfolge. Auch Begleitpflanzen dürfen in einem Nutzgarten nicht fehlen. Kapuzinerkresse und Ringelblumen sind schön anzusehen und auch Schnittblumen machen sich gut. Auch kleine Ecken zum entspannten Sitzen nach getaner Arbeit sind mit eingeplant. Andere gestalterische Elemente lassen sich einbringen. Mit im Buch ist auch ein Gartenkalender an dem man sich orientieren kann.

Es erfordert schon ein bisschen Arbeit, einen solchen Garten anzulegen. Diese Grundordnung bleibt aber auch dann erhalten, wenn man wenig Zeit hat. Die Größe ist variabel, auch das ist von Vorteil. Geplant ist der pflegeleichte Garten also wirklich gut. Die Autorin gibt ihre Erfahrungen auf eine sehr motivierende Art und Weise weiter und erteilt viele Tipps und Ratschläge, so dass die Umsetzung des Projektes gut gelingen sollte. Die vielen Fotos sind dabei eine große Hilfe. Man bekommt direkt eine Vorstellung davon, wie der eigene Garten aussehen sollte. Einigen kleinen Beeten wird zunächst der Vorzug gegeben. Wenn man so beginnt, lernt man einzuschätzen, was man mit der zur Verfügung stehenden Zeit leisten kann.
Damit sich die Arbeit in Grenzen hält, werden pflegeleichte und anspruchslose Sorten bevorzugt. Man bekommt hier direkt die Namen genannt. Die Autorin berichtet zudem von ihren Erfahrungen.

Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet. Die Texte sind unkompliziert gehalten. Mehr als dieses Buch braucht man eigentlich nicht, um einen kleinen Garten anlegen zu können, außer man möchte dann im Buch nicht Genanntes anbauen. Da auf Pflegeleichtes gesetzt wird, ist die Zahl der Pflanzenporträts natürlich begrenzt. Auch Kräuter findet man nicht.

Der Spaß am Gärtnern steht im Vordergrund. Mit Nebensächlichkeiten wird sich nicht aufgehalten. Alles wirkt gut durchdacht. Schön ist auch, dass man den Pflanzenporträts schon auf den ersten Blick ansieht, wie viel Arbeitsaufwand benötigt wird. Man kann es an den vergebenen Sternen erkennen und Anfängerpflanzen direkt identifizieren.
Auf den Bioanbau wird nicht bestanden. Auch wer konventionell gärtnern möchte, erhält entsprechende Hinweise, beim Düngen beispielweise.
Wer sich nicht gut mit Fachbegriffen auskennt, findet diese in einem kleinen Glossar erklärt.

Fazit: Wer einen pflegeleichten Nutzgarten anlegen möchte, ist mit diesem Praxisbuch gut beraten. Grundlagenwissen wird auf gut nachvollziehbare Weise vermittelt.

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