Angst bei Hunden

22. März 2008 von Heike Rau

Angs_bei_Hunden

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ISBN: 9783440108284

Format: Hardcover

Seiten: 160

Preis: 19,95

Erscheinungsdatum: 10.02.2008

Sprache: Deutsch

Martin Rütter ist Tierpsychologe. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Hund. Er ist Begründer der D.O.G.S.-Philosophie und bildet in seinem „Zentrum für Menschen mit Hund“ Hundetrainer und -halter aus. Seine Co-Autorin Jeanette Przygoda, Hundetrainerin bei D.O.G.S., ist Expertin für Fragen, die ängstliche Hunde betreffen. Zusammen wollen die beiden Besitzern von ängstlichen Hunden helfen.

Zunächst muss man aber erst mal erkennen, dass es sich bei dem Verhalten, das der Hund zeigt, um Angst handelt. Dies wird nämlich oft verkannt. Genauso schwer ist es, den Ursachen für die Ängste auf die Spur zu kommen. Die Autoren erklären deshalb ganz genau, was Ängste sind, wie sie entstehen und sich im Verhalten des Hundes zeigen können. Sie weisen auf verschiedene Fallbeispiele hin, so dass man Parallelen zur eigenen Situation ziehen kann. Der Hund rückt in den Mittelpunkt. Seine Körpersprache wird genau analysiert, so dass der Hundehalter in die Lage versetzt wird, seinen Tier besser einschätzen zu lernen. Oft ist es schwierig, den Auslöser von Angst zu erkennen. Der Leser wird zum intensiven Nachdenken angeregt, denn manchmal ist der Auslöser doch bekannt, man kam nur nicht darauf. Hier wird auch ein Blick in die Welpenzeit geworfen, denn nicht selten sind die Ursachen für Verhaltensstörungen beim Hund hier zu suchen.

Im Anschluss werden Therapiemöglichkeiten vorgestellt. Ziel ist es, die Angst des Hundes zu lindern oder zu heilen. Die Autoren beschreiben, wie eine Therapie abläuft. Hier gibt es schon im Vorfeld einiges zu bedenken. So kann es zum Beispiel erforderlich sein, den Hund einem Tierarzt vorzustellen, um organische Ursachen für Verhaltensstörungen ausschließen zu können.
Die Autoren zeigen zum Veranschaulichen bestimmter Probleme zwischen Hund und Mensch wieder Fallbeispiele und die dazu eingeleitete Therapie. So wird einem Tier geholfen, der Angst vor dem Staubsauger hat. Ein weiterer fürchtet sich vor dem Alleinsein und wieder ein anderer Hund hat Angst vor Autos. Es wird erörtert, wie aussichtsreich eine Therapie ist, denn manchmal stoßen die Therapeuten auch an ihre Grenzen.

Die Autoren gehen mit ihrem Buch sehr ins Detail. Dem Leser wird so ermöglicht, das Wesen seines Hundes ganz genau kennen zu lernen. Das verhilft dazu, die Körpersprache und Lautgebung des Hundes besser deuten zu können. So kann man Verhaltensstörungen viel besser einschätzen lernen. Nur wer seinen Hund gut kennt, kann auch helfen. Denn ohne Vertrauen zwischen Hund und Mensch geht nichts.
Sehr hilfreich neben den allgemeinen Erläuterungen sind die Fallbeispiele. Hier lassen sich sehr gut Parallelen zum eigenen Problem ziehen. Viele Angststörungen beim Hund sind typisch. Es ist tröstlich zu sehen, dass man mit seinen Problemen nicht allein dasteht und es Hilfsmöglichkeiten gibt, auch dann wenn der Hund in seiner Angst sich aggressiv verhält.

Man fühlt sich mit dem Buch sehr gut beraten. Nicht selten sind die Ursachen für einen ängstlichen Hund ja im Verhalten des Menschen zu suchen. Gerade hier kann man seinem Hund sehr schnell durch Änderungen im eigenen Verhalten helfen. Mit erhobenem Zeigefinger kommen die Autoren aber nicht daher. Ganz von allein gewinnt man beim Lesen neue Einsichten.
Das Buch ist übersichtlich strukturiert. Sucht man Antworten auf bestimmte Fragen, findet man sehr schnell zum entsprechenden Abschnitt. Sehr gut gemacht, sind auch die Fotos. Man kann gut erkennen, welche Körperhaltung ängstliche Hunde einnehmen, und was ihre Körpersprache verrät.

Fazit: „Angst bei Hunden“ ist ein sehr praxisorientiertes Buch. Es zeigt die Möglichkeiten auf, die eine Therapie beim ängstlichen Hund hat und versetzt den Hundehalter in die Lage, seinen Hund besser kennen zu lernen. Es werden viel versprechende Wege aufgezeigt, dem Tier in seiner Angst zu helfen.

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