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Autor Thema: Kann man von 4,25 Euro pro Tag leben?  (Gelesen 4502 mal)
Joanna
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148411274
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« Antworten #30 am: 25 April 2008, 21:37:13 »

ich hab geschrieben 10 euro im Monat, das macht im Quartal 30 euro. Wo steht bei mir was von 10 Euro im Quartal?

Und ja, Studenten müssen mit weit weniger auskommen, die haben nur maximal 526 Euro im Monat ohne Krankenversicherungsbeitrag. Und da ist die Miete mit drin, die muss auch davon gezahlt werden. Und da gibt es auch noch Studiengebühren.
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Melanie
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« Antworten #31 am: 26 April 2008, 01:26:36 »

Hartz IV ist dafür gedacht, um über die Runden zu kommen, und dafür reicht das Geld meiner Meinung nach auch. Da leben wirklich viele Studenten von weniger.
Was ich von meinen 4,25 kaufe, ist aber immer noch mir überlassen. Entweder ich ernähre mich gesund oder täglich von Spaghetti mit Ketchup und ner Schachtel Kippen zum Dessert. Mir ist schon klar, dass das Fernsehen sich gerade die rauchenden, saufenden Asis mit den neuesten technischen Geräten aussucht für Berichte und es ganz andere Familien gibt, aber gerade bei denen denk ich mir immer: Hör auf zu rauchen, dann kannst du deinen Kindern auch einen Apfel kaufen. Bei Aldi z.B. gibt es diese schönen Paletten für 2 Euro nochwas, da sind 20 Äpfel oder mehr drauf. Und gut für die Umwelt ist es auch noch, weil das Äpfel aus der Region sind. (Also bei uns, ich weiß nicht, wie es im Nichtrheinland aussieht.)

Die Pille ist auch nicht das einzige Verhütungsmittel, Kondome sind doch relativ einfach für umsonst zu bekommen bei Pro Familia, Aidsberatungsstellen, etc.
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Stefan Sasse
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« Antworten #32 am: 26 April 2008, 14:34:26 »

@Joanna: Hab ich dann wohl missverstanden.

Hartz-IV ist in meinen Augen in sich eine Fehlkonstruktion. Natürlich kommt man damit "über die Runden", aber "über die Runden kommen" ist eine ziemlich beschissene Perspektive, wenn man sie die nächsten 40 Jahre hat. Und Hartz-IV ist nicht dazu angetan, irgendetwas positives am Beschäftigungsmarkt zu tun.
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Wer im Glashaus sitzt, fällt selbst hinein.
Melanie
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« Antworten #33 am: 26 April 2008, 15:04:52 »

Da gebe ich dir recht, das ist keine gute Perspektive. Hartz IV ist auch nicht wirklich ein Traum an Gerechtigkeit. Wunschvorstellung wäre natürlich, dass alle, die arbeiten wollen, auch über kurz oder lang eine angemessen bezahlte Arbeit bekommen. Denen gönne ich mit Freuden mehr Geld, immerhin "zahlen" sie das irgendwann wieder zurück, sobald sie einen Job haben. Aber es gibt halt nicht nur die, die einfach Pech gehabt haben, unglückliche Umstände etc., sondern auch die, die nicht arbeiten wollen. Deren Perspektive ist bezahltes Abhängen. Und dafür reichen 4,25 € meiner Meinung nach aus.
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Joanna
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148411274
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« Antworten #34 am: 26 April 2008, 15:55:12 »

das ist es ja, genau das ist es! Hartz IV soll kein Jobersatz sein, sonst würde nahezu jeder seinen job hinschmeißen, weil die stütze ja doch genug hergibt. Es soll das Existenzminimum abdecken, mehr nicht, und das tut es definitiv. Und natürlich macht hartz iv was positives am beschäftigungsmarkt. Migranten werden in Deutschkurse verdonnert. Wer hier in braunschweig Hartz IV beantragt muss einen einwöchigen Kurs mitmachen, in dem er lernt, wie man nach aktuellen Vorgaben berwerbungens chreibt. man bekommt die Auflage ca. 5 Bewerbungen im Monat zu schreiben (bei manchen sind es 10, bei mir aktuell 3, weil ich ja nebenher schon arbeite) und dann gibt es noch zahlreiche Maßnahmen, die dazu beitragen, dass man übernommen wird, das gibts als 1-euro variante, als auch durch gabelstaplerschein-machen, den die ARGE bezahlt oder was auch immer. Also man muss sich schon bemühen einen Job zu finden, um auch volle ARGE-Leistungen zu kassieren.
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