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Autor Thema: Wie war 2007 literarisch?  (Gelesen 1601 mal)
Jens
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« am: 04 Januar 2008, 12:42:56 »

Das Jahr 2007 ist nun vorbei und da wäre es interessant zu sehen, wie ihr das Jahr literarisch bewertet. Einerseits würde es mich interessieren, welchen 2007 erschienene Buch euch am besten gefallen hat und dann, welches 2007 gelesene Buch (dieses kann auch in einem vorherigen Jahr erschienen sein) bei euch am meisten Eindruck hinterlassen hat.

Natürlich könnt ihr auch einfach mal schreiben, wie euch das Jahr insgesamt im Bezug auf Literatur gefiel. Waren die Bestsellerlisten nachvollziehbar, trafen sie euren Geschmack? Erschienen in diesem Jahr viele gute Bücher oder waren die guten eher spärlich gesäht? Alles was euch zu diesem Thema einfällt, könnte ich sehr gerne hier kundtun, damit wir einen breiten Meinungsüberblick über 2007 erhalten können.

Gruß
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Sei niemals ununterschieden von dem, als was du jenen in dem, was du wärst oder hättest sein können, dadurch erscheinen könntest, dass du unterschieden von dem wärst, was jenen so erscheinen könnte, als seiest du anders!
Julia
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« Antworten #1 am: 04 Januar 2008, 13:02:42 »

Mir hat das Jahr 2007 viel gebracht.
Vor allem in der Kinder- und Jugendbuch-Literatur hat sich ja viel  getan in den letzten Jahren und in diesem gab es viele Fortsetzungen und Neuanfänge.
Mittlerweile gehen viele Autoren dazu über Reihen zu schaffen, anstatt ein einzelnes Buch zu schreiben, das kann man mit gemischten Gefühlen sehen, da das ja ziemlich ins Geld geht, wenn man 10 gute Serien hat, die man weiterverfolgen möchte.
Einzelne Titel kann ich da gar nicht nennen, ich habe so viele gute Bücher gelesen.
Das bissigste Jugendbuch war eindeutig Skulduggery Pleasant. Aber ein bestes kann ich nicht nominieren.

In Sachen Krimis und Thriller, die ich gerade sehr gerne lese, hat sich auch viel getan. Es sind einige gute Bücher erschienen und einige schlechte, aber die Waagschale hält sich ganz gut.

In Sachen Fantasy habe ich nicht allzuviel gelesen dieses Jahr, aber momentan ist der Vampir-Hype sehr deutlich zu spüren. Und ich bin ihm gnadenlos verfallen. Ein sehr gutes Buch war "weiblich, ledig, untot", ich habe mich kringelig gelacht und will mir unbedingt bald den zweiten Band besorgen.
Mir fehlen momentan Bücher über Werwölfe, ein kleiner Ausgleich zu den Vampiren (auch wenn ich noch mehr und mehr Vampir-Bücher lesen möchte ^.^)
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..denn sie sind nackt, aber Spiegel besitzen sie. Dahinein pressen sie uns, dünn wie ein Gedanke zwischen zwei Buchseiten- sofern etwas von uns bleibt

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Viktoria
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« Antworten #2 am: 04 Januar 2008, 23:10:10 »

Ich fand das Jahr literarisch gesehen mittelprächtig.

Es zwar auch richtig gute Neuerscheinungen, ich denke da nur mal an Thomas Finns Nebelkriege (ich glaub II und III sind 2007 erschienen), aber viel war auch einfach nur Standart. Ich glaube ich habe dieses Jahr höchstens zwei Handvoll Bücher gelesen, wo ich dachte - richtig, richtig klasse. Und ich glaub selbst diese Schätzung ist ein wenig hochgegriffen.

Im Fantasybereich gab es jetzt nichts, was mich besonders angesprochen hat. Selbst Canavans neue Reihe um Auraya fand ich war, jetzt im Nachhinein betrachtet (oder weil ich den zweiten Teil gelesen habe und den im Gegensatz zum ersten recht schwach fand), nur oberer Durchschnitt.
Auch "Das Geheimnis der weißen Wöfin" war nur Mittelmaß. Und so setzt sich das halt fort - keine wirklich neuartige Literatur zu dem Thema. Aber, was man auch dazu sagen muss - ich hab auch nicht wikrlich schlechte Fantasyromane gelesen Wink

Aber dagegen sind ein paar der VAmpirromane wirklich nicht von schlechten Eltern^^... Ja, ja mich hats auch getroffen^^

Zum Thema Thriller - ich fand die dieses Jahr sehr schwach, oder ich habe immer die falschen gelesen. Ich werde jetzt auch erst mal keine mehr lesen, habe ich beschlossen^^

Bei den historischen Romanen waren dagegen ein paar ganz nette dabei!
Ich denke da nur an "Die Glasbläserin von Murano" von Marina Fiorato oder aber an "Der Duft der Kaffeeblüte" von Ana Veloso.

Ach und es gab/gibt ein paar wirklcih unterhaltsame Bücher bei den Frauenromanen. Bei manchen kann man sich einfach nur wegschmeißen vor Lachen! Mein Lichtblick am Horizont des Literaturhimmels 2007, wenn man so will Wink
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Charly
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« Antworten #3 am: 04 Januar 2008, 23:21:05 »

Ich weiß nicht, was ihr mit 2007 und den Vampirromanen habt, aber es könnte auch einfach daran liegen, dass ich die meisten Bücher, auf die ihr euch bezieht halt schon vor ein paar Jahren gelesen habe, als sie auf Englisch erschienen...

Ansonsten muss ich erstmal nachdenken. Wobei ne Nacht drüber schlafen wohl noch geschickter ist. ^^
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Jens
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« Antworten #4 am: 04 Januar 2008, 23:26:09 »

Ich habe 2007 keinen einzigen Vampirroman gelesen, aber einige  sehr gute Autoren entdeckt. Zum Beispiel Lucius Shepard, Nick Mamatas und ich bin endlich auch Ursula Le Guin aufmerksam geworden. Ich glaube, ihre Bücher (egal ob in 2007er Neuübersetzung) oder Altauflage, waren mit die besten, die ich letztes Jahr gelesen habe. Also unter anderem "Die Erdseesage", aber auch "Die Enteigneten" oder "Die Geissel des Himmels".
« Letzte Änderung: 04 Januar 2008, 23:28:10 von Jens » Gespeichert

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330117216
« Antworten #5 am: 04 Januar 2008, 23:41:53 »

ja, ok ^^ *G*

aber die Erdsee bspw. ist ja auch Kult Wink

Ich hätte jetzt gedacht, dass du dich mit deiner Frage eher auf Neuerscheinungen in 2007 beziehst Wink
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Jens
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« Antworten #6 am: 04 Januar 2008, 23:46:44 »

Höchstens Neu- oder Erstübersetzungen haben mich wirklich fasziniert, wie eben Le Guin, Mamatas, Shepard. Man kann sagen, dass die letzten beiden zu den Neuerscheinungen gerechnet werden können, ok?  Wink
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Jens
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« Antworten #7 am: 04 Januar 2008, 23:53:11 »

Ach ja, mein Gesamteindruck. Im Bereich Krimi & Thriller findet man kaum innovative Bücher. Hier langweile ich mich mittlerweile sehr. Klassiker wurden auch zu wenige wieder neu aufgelegt, immerhin gab es bei Diogenes ein paar Tolstoi Neuauflagen. Sehr gut gefällt mir der Phantastikberich, da gab es sehr schöne Neuauflagen und Erstübersetzungen. Leider haben ein paar Verlage, vor allem Festa, ihr Programm nicht so auf den Markt gebracht, wie es angekündigt war.  Dies fand ich sehr enttäuschend. das Heyne Hardcore Programm bietet ein paar gute Bücher, gerade auch die Ausgabe der Laymon Bände gefällt mir, wenn Laymon auch ein Autor ist, der nicht jedem gefallen dürfte. Ich mag ihn auch nur bedingt.
Die kleineren Verlage haben, so finde ich, das beste Programm 2007 gemacht, die großen Verlage fand ich wenig einfallsreich.
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« Antworten #8 am: 05 Januar 2008, 11:27:08 »

Ich finde bei Fantasy gibts tolle Bücher, wobei nicht alle innovativ sind, gleichzeitig schaffen es aber auch einige Bücher herauszustechen, obwohl sie nicht wirklich neu sind vom Thema her.
Damit bezieh ich mich jetzt etwa auf die Vampirbücher (dt. Erstübersetzung 2007), die ich hier habe. Viele erinnern mich zwar auch an andere, aber meist haben sie dann doch noch kleine Einzigartigkeiten, die sie spannender oder besser machen. Oder zumindest neu und nicht bloß Abklatsch.

Womit Julia recht hat, ist dass es fast nur noch Serien gibt. Ich lese kaum jemals Einzelbücher und wenn, dann sind das einfach normale Liebesromane, wobei selbst da oft Serien gemacht werden. Da wird dann halt in jedem Buch ein anderes Familienmitglied / Teammitglied oder so unter die Haube gebracht..

Und ich habe mal wieder festgestellt, dass ich skandinavischen Krimis/Thrillern nichts abgewinnen kann.
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Jens
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« Antworten #9 am: 05 Januar 2008, 13:03:22 »

Und ich habe mal wieder festgestellt, dass ich skandinavischen Krimis/Thrillern nichts abgewinnen kann.

Die enorme Anzahl skandinavischer Krimis habe ich 2007 gar nicht mehr bemerkt, die Jahre davor war das anders. Kann es sein, dass dieser Boom ein wenig nachgelassen hat? Mittlerweile ließt man viel mehr von polnischen Autoren.
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« Antworten #10 am: 05 Januar 2008, 18:23:01 »

Da ich skandinavische Krimis eh nicht mag, fielen mir die jetzt auch nicht mehr auf als vorher. Ich glaube, ich lese sehr viel, hm "Trivialliteratur", na gut, man kann auch einfach Frauenliteratur sagen, mit englischem Ursprung.
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Julia
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« Antworten #11 am: 05 Januar 2008, 19:24:00 »

ja stimmt wohl, die skandinavischen Dinger sind nicht so toll.

Mir ist gerade wieder eingefallen, das eines meiner Highlights dieses Jahres "Skulduggery Pleasant", tolles Buch!!
Solltet ihr die Möglichkeit bekommen es zu lesen, tut es!!
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« Antworten #12 am: 06 Januar 2008, 14:51:07 »

Also ich fand das Jahr literarisch recht gut gelungen. 2006 gefiel mir besser, allein wegen Ritus und Sanctum (was für mich die Knüller waren) aber auch 2007 kam besonders im Fantasy-Bereich einiges heraus, was ich gerne gelesen habe. Das Zeitalter der Fünf hat mir besonders gut gefallen, aber da habe ich auch nur den ersten Band gelesen.
Sapkowskis geralt-Saga kam mit seinem ersten Roman, welcher mir auch sehr gut gefallen war, auch wenn er recht ungewöhnlich ist. Der Setrnwanderer kam als Neuauflage, auch ein schönes Buch, da ja auch verfilmt wurde. Die Zwerge bekamen Nachwuchs, jegliche Rassenbücher wurden veröffentlicht (Die Goblins, Fortsetzung der Trolle, Fortsetzung der Orks etc.. ) Raymond Feist hat mit seiner Midkemia-Saga im deutschsprachiugen Raum einen neuen Roman hinzu bekommen, den ich leider auch noch nicht gelesen habe, aber ich kann mir gut vorstellen, dass auch der gut sein wird.
Ein Highlight war für mich Lukianenkos Weltengänger, aus Zeitmangel habe ich nur kurz reingelesen und es hat mich vond er ersten Seite an gefesselt, ich hab es nur schweren Herzens weglegen können. Und natürlich gab es das große Finale von Harry Potter.
Kinder und Jugendliteratur gab es auch massig im Fantasy-Bereich und darunter gibt es auch viele Bücher, die gut gelungen sind. Das Schlangenschwert ist zum Beispiel eines davon. Oder Feuervolk von Harris.
Dennoch gab es einige Enttäuschen auf dem Buchmarkt und ich hab das Gefühl, dass das Jahr 2006 vor allem neue Ideen hervorgebracht hat. Sachen wie gerade die von Heitz kamen heraus, wo es jetzt halt einige nachfolger gibt wie Unheim von Hohlbein oder die neue Reihe von André Wiesler.
Thriller gab es ohne ende, aber ich habe keinen einzigen davon gelesen Wink
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