youssefmira
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« am: 17 Mai 2009, 16:51:31 » |
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(Tag 13 eines) Krieg (es)
Gestern (zwölf) Kinder Heute ein UN-Wagen und (drei) Kinder Und Morgen, wie viele? Wie viele Frauen? Wie viele Männer? „Schießt die Terroristen nieder! Schießt die Terroristen nieder!“ Brüllt die eine Welt. „Stopp dem Krieg! Stopp dem Krieg!“ Brüllt eine andre Welt. Der Niemand, der ich bin, pfeift auf beide Lager…
Tag 22 …und doch weint er um die anderen Araber, Um unter Andren den König ohne Eier, Und organisiert eine Demo auf Papier Und bezieht ein zu fadenscheiniges Revier.
Auch er nichts weiter als ein stummer Zuschauer, Der jämmerliche Schaulust auf ewig pflegt; Ein Feigling, jawohl, der Gemütlichkeit einer Und er weiß nicht einmal, ob er noch etwas hegt.
Und angesichts in die Höhe schnellender Zahlen Fragt er sich: hat unser aller Gott es gewollt? Oder wer hatte hier noch wem was versprochen? Ein epischer Abgott? Sykes-Picot? Ein Balfour?
Solch ein ewiges Boom-Boom kann nicht von Göttern Gelobet worden sein. Niemals! Gewiss niemals! Ich fordere den Suchenden in mir heraus Und sieh einer an! Er habe ein Verzeichnis Der eignen Fehler, und verlogene Einsicht Denn als er sich anschickte zu suchen, Wurde er, selbstredend, bei sich stutzig.
„Komm mir gefälligst nicht damit! Kapiert?“ Und der Diskurs geht wieder von neuem los. Manch einer hat das Leid relativiert Manch andrer, über den eigenen Schmerz brütend, Rast gen des Sicherheitsdünkels Schoß. Worte fallen wie „Kollektiv- Strich- irgendwas“, „Individuelles“, gefolgt von Vokabeln, bestehend Aus zwei, drei, vier Diphthongen. Ach was!
Die Welt scheint doch irgendeinen Wildbach Hinunterzugehen - dass ich nicht lach’. Boom, krach, boom, krach, boom, boom, boom krach. Kamerad!... Lass mir den Frieden, Mein Unbehagen und ein letztes „Ach…!“!
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